Break – Resistance

Druck and Bass = Technological Excellence!

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Nur zwei Jahre nach dem hier gefeiertem Debut Symmetry schiebt Break nun mit Resistance das zweite Album nach. Diesmal mit Kollaborationen ohne Ende (Calyx & Teebee, DJ Die, Silent Witness & Survival, SpectraSoul und tatata Nico von No-U-Turn) und einer enormen Stilbreite. Trotzdem klingt das Album wie aus einem Guss und Break’s Handschrift bleibt immer absolut unverkennbar. Wer sich Break nennt, der muss eigentlich gehörig von sich selber überzeugt sein. Darf er auch, denn was hier geboten wird, ist wohl der Drum’n Bass Olymp.


Er schafft das unmögliche und klingt bei totaler Härte gleichzeitig melodiös. Oder bei catchy pop’n bass immer mit Rohheit. Und die Beats: Die laufen nicht einfach durch sondern klappern, scheppern, schmatzen, hüpfen und sind abwechslungsreich wie selten. Auch den einfachsten Bumm-Tschak-Beat macht er durch kleine Variationen interessant. Da rollt es einfach.

Man kann ihn damit auch nicht auf einen Sub-Stil reduzieren, sondern er drückt allen Facetten seinen Stempel auf. Beeindruckend auch das Sound-Design, die Klarheit, die Tiefe und Schärfe der Sounds. Wie die Subbässe durch den Track schieben und dabei den Rest des Tracks eben nicht niederwummern, sondern noch verstärken, sucht einfach seinesgleichen. Wenn jemand die Sounds von Roni Size / Die / Suv / Dillinja / No-U-Turn in 2010 übersetzt und formvollendet, dann Break. Wie er es schafft, diesem eher technoiden und monotonem Sound dann Liquid-, Funk-, Soul und RnB Elemente dazu zu fügen und es gleichzeitig so klingen zu lassen, als gehörte gut und böse immer schon zusammen, das begeistert mich einfach nur.

Das ist anspruchsvoller Drum’n Bass der allerhöchsten Güte. Sicher eines der konsistentesten und sicher langlebigsten Drum’n Bass Alben in 2010. Irgendwie auch null Zeitgeist oder kurzlebig. Fernab allen Stadium-Liquids, Jump-Ups und happy Retro Gedüdel, haut mich dieser dunkle Style einfach um.

Ehrfurcht + Ekstase!

Unsere Anspieltipps:
  • 07. Slow Down (feat. Die)
    Das war das Tune, dass mir seit Tagen den Verstand raubt. Besteht nach dem Käse-Streicher-Intro nur aus Uh-Baby-Uh-Baby Sample-CD-Vocals, einem peitschenden Stepper-Beat sowie einem einzigen Basston, der gefühlt nur einmal die Stunde kommt, aber dann alles so derma�?en nieder dröhnt, dass nichts mehr stehen bleibt. Reduzierter und brachialer kann man Drum’n Bass wohl nicht machen. Und trotzdem bzw. gerade deswegen haut das Ding nach dem Drop sowas von rein, dass ich aus dem schreien nicht mehr raus komme. Monster Tune des Jahres. Jetzt echt jetzt. Mit Worten nicht zu beschreiben. LAUT H�?REN!
  • 10. Conference Call (feat Silent Witness & Survival)
    Das ist genau so ein Masterclass Mund-offen-steh-Track. Eine Neurofunk Soundwand trifft auf fast schon Psytrance-artige Elemente und der Bass klingt wie R2D2 mit Halsweh. Es bleibt nur staunen.
  • 02. Hold On (feat KYO)
    Klar, der kann auch schnelle Soulmusik. Eine Soulnummer mit Streichern und Hauchvocals im Stile London Elektricity. Nur mit Break Soundgewand. Klingt unheimlich Live.

Break Interview auf K-Mag lesen

In das Album reinhören:

2 thoughts on “Break – Resistance

  1. ok, ok, nun oute ich mich doch als “frauengesangversteher”!
    Sehr, sehr fett was da der Herr Break abliefert.
    CD is liegt schon im Einkaufskorb.

  2. Is ja irgendwie oberkäsig, seinen eigenen Eintrag zu kommentieren, aber ich kann nicht umhin zu staunen, seit wieviel Wochen das Ding auf Dauerrotation läuft und bei jedem hören immer noch und noch besser wird.

    After I fell in love I started loving it even more.

    Ein muss, ein muss, ein muss.

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