Wenn Du zeigen willst, dass Du ein Kenner bist – Deine Freunde werden staunen!

Hier gilt der alte YPS!-mit-Gimmick Spruch endlich mal in Reinkultur.

Hauke Freer, eine Hälfte des von uns heiß geliebten und hier gehypten Lüneburger Edelhouse-Duos (wir haben das Wochenendseminar “Erfinden von authentisch klingenden fiktiven Subgenres für Albumrezensionen in Frauenzeitschriften” besucht. Man muss ja nach allen Seiten offen bleiben. Jetzt wollte ich das halt mal anwenden. War auch nicht so billig das Seminar.) Session Victim war bei der Ausgrabung alter Sould und Disco Schätze für’s Samplen so erfolgreich, dass er es nicht über’s Herz gebracht hat, diese Stücke nicht in ein – hier passt das Wort – zeitloses Mixtape für Sleazy Beats mit dem Namen Winter’s Blessing zu packen. Der Mix ist von Februar aber erst jetzt auf Soundcloud.

Und ist absolut höhrenswert.

Was das mit YPS! zu tun hat? Wer diesen Mix spielt und dabei noch unauffällig und beiläufig tut, kann sich der Anerkennung seines sozialen Umfeldes sicher wähnen. Das klingt so als hätte man wirklich, wirklich Ahnung. Garniert man das noch mit postfaktischen Anektdoten über zufällige Funde von Vinyl “in einem total kleinen Plattenladen in einer Hafenstadt in Guatemala” auf den man bei einer Musikrezensionslesereise durch Südamerika gestoßen war, steht der eigenen Selbstüberhöhung nun wirklich nichts mehr im Wege.

 

Mendoza – Love Druggie

M

Die Debut-Single der Dänin Mendoza läuft seit kurzem auf der rinse.fm daytime playlist und einmal gehört, war es natürlich sofort um mich geschehen. Der Track ist unwiderstehlich. Es fehlen nur die Beats und der Bass. Der Track macht gerade in den sozialen Netzwerken und auf Youtube eine steile Karriere. Würde ein Mobilfunkanbieter dieses Tune in der Werbung verwenden, wäre alles aus. Im Vice Magazin erzählt Mendoza, wie das alles passierte.
This is officially 1a Unfassbarkeitsmaterial!

Zum Glück gibt es von Nivolt einen Remix, der Beats und Bass so passgenau hinzufügt, als hätte Annie Mac den Track genau so als Opener für Ihre Sendung bestellt.

Paniq sammelt Spenden für “the most remarkable album”

the-album.cc

Grö?enwahn oder wahnsinnige Grö?e?

MAlso jetzt isser wohl völlig übergeschnappt. Wir hatten auf dieser Seite ja bereits mehrfach über den Hamburger Musiker, Demoscener und Open Source Aktivisten Paniq berichtet.

Nun macht er mit einer fast schon grö?enwahnsinnigen Ansage von sich reden:
Innerhalb von 47 Tagen will er online Spenden von 6.675 EUR eintreiben, um damit zusammen mit seiner Frau das most remarkable album on this entire planet zu produzieren.

Wenn er das Geld hat, beginnt er mit dem Produzieren, das Album soll dann im Januar 2011 rauskommen. Das ist starker Tobak und eine geniale Werbeaktion, um so ein neues Album zu promoten. Getreu dem Open Source wird natürlich bei Produktion des Albums ausschlie?lich auf Open Source Software gesetzt (dabei wird es wohl v.a. sein eigener Tracker sein, den er einsetzt) und alle Album-Bestandteile werden nachher online verschenkt.

Je nachdem, wieviel man spendet, gibts Downloads, CDs oder sogar eine Titel als Executive Producer. Nach 14 Tagen hat er immerhin schon zwei Drittel der Summe eingetrieben, und das nur mit rd. 120 Spendern, das ist schon beeindruckend.

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Musik zum anfassen: d-touch drum machine & sequencer

MWahrscheinlich oute ich mich jetzt wieder als slow mover und ihr kennt das alles schon, aber ich bin für sowas absolut zu begeistern:

d-touch, eine Software Drummachine und Secuencer, die mittels Webcam funktioniert, in dem man bw-bildchen auf Nüssen, Streichholzschachteln, Schokoladentafeln oder Menschen klebt und sie dann auf ein Blatt legt, das als Sequence-Grid fungiert.

Checkt das Video und ihr könnt meine kindliche Freude sicher nachvollziehen. Aber bleibt dran bis Minute 4, dann wirds erst richtig genial!

True Vorsprung durch Technik!

Redaktionskonferenz 2009 – Teil 1

Zur Abwechslung mal einen Blick hinter die Kulissen dieses Blog-Imperiums: Alljährlich veranstaltet unser Arbeitgeber, der dieses Multimilliarden Blog “musik. kritik. les connaisseurs.” herausgibt, eine mehrtägige Redaktionskonferenz, zu der die komplette Belegschaft eingeflogen wird. Es gibt i.d.R. ein sehr umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops aus den Bereichen Musik, Musikindustrie, Medientheorie, Kulturhistorie, Erziehung, Hedonismusforschung, Biochemie, elektronische Lebensaspekte und Musiktechnik.

Diesmal fand die Konferenz in Hamburg statt und der Schwerpunkt lag auf den Bereichen Musiktechnik und Markenbildung. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Konferenzprogramm, damit ihr euch darunter was vorstellen könnt:
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In eigener Sache: Maßnahmenpaket gegen die Einseitigkeit

Sehr geehrte Leser,

auch Ihr Lieblings-Blog “musik. kritik. les connaisseurs – raus-aus-der-Prostitution” ist Opfer der weltweiten Wirtschaftskrise. Unsere Artikelproduktion im 4.Quartal 2008 und 1. Quartal 2009 liegt bis zu 70% unter den Werten des jeweiligen Vorjahres. Über die vielfältigen und auch für uns nicht vorhersehbaren makroökonomischen Gründe für diesen Einbruch bei uns haben Sie sicher ausführlich in den jüngst erschienenen Berichterstattungen führender Wirtschaftstitel lesen können.

Der Erfolg dieses Blogs ist nicht zuletzt das Ergebnis der hervorragenden Leistung einzelner Mitarbeiter. Diese haben in den vergangenen Monat nahezu Übermenschliches geleistet und weit über die Grenzen des Belastbaren daran gearbeitet, dass dieser Blog ein fester Bestandteil Ihres Unterhaltungs- und Informationskanons im Internet bleibt.

Auf Dauer lassen sich jedoch negative Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche einzelner Redakteure trotz unseres überdurchschnittlich guten Angebotes an innerbetrieblichen Gesundheitsmaßnahmen leider nicht vollständig ausschließen. In einem besonders tragischen Fall hat dies bei einem unserer verdientesten Ressortleiter zu einer akuten sogenannten “Trommelbass-Psychose” geführt. Continue reading

Die Welt ist schlecht – oder: Piraten überall

Unfassbar!

Unser Server wurde gehackt und sollte mittels neuer Software eine Rehe von blinden Passagieren aufnehmen. Damit liegen wir – wie so oft – im Trend: Als Transporteure von Informationsware für die Industriegesellschaft ist es ja derzeit Pflicht, von Piraten überfallen zu werden. Und wenn’s nur Cyber-Piraten sind.

Dank des bravurösen Einsatzes unseres Super-Admins EAZY-E konnten aber sowohl die Angreifer in die Flucht geschlagen werden, als auch ein Gro?teil des Servers wieder hergestellt werden (although you still might experience some inconveniences). Auch werden die Täter kein Asyl beantragen und ein Bundestagsmandat für den erweiterten Admineinsatz war auch nicht nötig.

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Camino Blue – Ten Short Stories

Good looking mellow DnB for your living room.

Connaisseur_M meint:
Mal was zwischendurch: Das britische Label “Camino Blue” liefert hier auf einer 7-Euro-Teaser CD einen Ausblick auf das Jahr 2007. Das Label hat sich nach eigener AUssage darauf spezialisiert, allen heimatlosen Fans von “Atmospheric Drum’n Bass” ein neues zu Hause zu geben.

And it feels like home: Klingt wie zu den Hochzeiten von “Good Looking” mit Bukem&Co. Flächen und Strings, Harven und geklimper wabern vor und zurück.

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