Mendoza – Love Druggie

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Die Debut-Single der Dänin Mendoza läuft seit kurzem auf der rinse.fm daytime playlist und einmal gehört, war es natürlich sofort um mich geschehen. Der Track ist unwiderstehlich. Es fehlen nur die Beats und der Bass. Der Track macht gerade in den sozialen Netzwerken und auf Youtube eine steile Karriere. Würde ein Mobilfunkanbieter dieses Tune in der Werbung verwenden, wäre alles aus. Im Vice Magazin erzählt Mendoza, wie das alles passierte.
This is officially 1a Unfassbarkeitsmaterial!

Zum Glück gibt es von Nivolt einen Remix, der Beats und Bass so passgenau hinzufügt, als hätte Annie Mac den Track genau so als Opener für Ihre Sendung bestellt.

Unsere Geschenktipps 2013


Weihnachtsgeschenke!
Ausgelatschter geht’s kaum in einem Blog. Dachtet Ihr. Checkt mal die Historik: Langjährige (aka vor langen Jahren einmal) Erfahrung in der Beratung, was man denn nun schenken sollte ist hier zu Hause! Hammer Überleitung, denn es geht um Musik, die man (auch) Personen schenken kann, die nicht jede Hyperdub Katalognummer auswendig kennen oder Ihre Fabric First membership ID. Auf diesen Artikel habe ich mich soo lange gefreut, ist doch der missionarische Auftrag unsere Grundmotivation.

Leuten also, die wehrlos Eurem missionarischen Eifer ausgesetzt sind, die Welt musikalisch ein Quentchen besser zu machen. Zudem beste Entschuldigung, mal Alben zu erwähnen, die wir zu rezensieren verschlafen hatten. Endlich mal wieder tolle Wurst also. Sit Back and Order alles als CD und dann verschenken. Am besten zum neuen Jahr und nicht an Weihnachten, das geht ja dann doch nur unter.

Hier also unsere subjektive Auswahl schöner “Homelistening” Alben des Jahres 2013, die man auch bei kalter Jahreszeit sehr gut hören kann. Ja, man muss alle besitzen. Ja man muss mindestens eines davon verschenken:

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Fettes Brot – 3 is ne Party

aber nicht für schwache Mägen

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Danke nein, sage ich diesmal. Aus Verstörung und Anstrengung. Es ist mir auch nach mehrmaligen Versuchen nicht gelungen, das Album wenigstens ein mal am Stück durch zuhören. Schlichtweg zu anstrengend. The Definition of Kakophonie imho.

Als ich vor einiger Zeit die Pre-Single-Auskopplung KussKussKuss hörte, hielt ich das ehrlich gesagt für eine Persiflage auf nervige Poppartyhiphop Songs. Nein, das ist wohl ernst gemeint und geht nun fast ein ganzes Album lang so.

Irgendwie scheinen es die Brote eilig zu haben. Oder sie wollen eine Acapella band werden. Selten hörte ich ein Album, bei dem Sprechgesang und Musik so gegeneinander gearbeitet haben. Die Tracks wären ohne Sprechgesang vielleicht interessant. Sperrig, holzig, splittrig klingen sie in etwa so wie man sich vorstellt, eine nagelbesetztes Glassplitterbonbon zu lutschen. Es schmerzt beim hören. Aber nicht weil die Tracks nun schlecht gemacht sind, im Gegenteil, das ist alles hoch fein und komplex. Aber irgendwie zu viel. Voll gestopft ringen alle Frequenzbänder gleichzeitig um Aufmerksamkeit (Toten Manns Disco, Josephine, KussKussKuss).

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Wilkinson – Lazers not included

Wöbwöb, Wöbwöb!

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Zu RAM Record’s Wilkinson haben wir hier eine besondere Beziehung, die ganz klar eine journalistisch unvoreingenommene Berichterstattung unmöglich macht.
Zum einen weil wir Ihn im Rahmen eines Gigs unserer Münchner Freunde von dnbluxe beim privaten Meet-the-Stars-Schweinshaxn-Dinner kennen gelernt haben (so weit wie das mit all seinen Groupies eben möglich war) und ein schlichtweg beeindruckendes Set genießen durften. Damals hatte er bereits einige Tracks auf RAM veröffentlicht, kurz danach ging es dann steil nach oben.

Außerdem hat kein anderer unseren Connaisseur_J so schön gemalt, wie Wilkinson.

Und mir persönlich (Ed: Ach herrjeh, jetzt kommt wieder so ‘ne Schnulzenstory) haben seine Tracks “Take You Higher und sein Remix von Jakwob’s Fade in einer Stunde emotionaler Not wieder Kraft und Hoffnung gegeben.

(Ed: Nein nein, das sind keine Floskeln, das meint M wirklich so. Mit zunehmendem Alter baut er zunehmend näher ans Wasser. Ja, wir schämen uns auch immer öfter fremd.)

Also isser seitdem “Unser Junge” irgendwie! Und sein Debutalbum “Lazers not included” liefert allen Grund, ihn noch mehr ins Herz zu schließen:

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Sub Focus – Torus

more FLASH, less SMASH

oder

die Musik zum LED Kranz

M
Yes I know, ihr könnt meine Dauer-Pop-Kitsch-Käsemischung kaum noch ertragen. Irgendwie muss ich aber trotzdem meinen Senf zum neuen Sub Focus Album dazugeben. Es drückt mich richtiggehend. Denn es ist ein gelungenes Diorama des gegenwärtig vorherrschenden Geschäftsmodells vieler Crossover / Mainstream UK Drum’n Bass Artists:

  • Artist wird im Underground mit “konsequenten” und “amtlichen” Tracks bekannt
  • Hat ein Händchen für den Spagat zur massentauglichkeit
  • Legt als DJ 5 mal pro Wochenende auf
  • Hat den crossover “Überhit”
  • Macht ein unglaubliches Debut Album
  • investiert all sein Geld in ein Live-Set, vor allem in LED-Wände
  • tourt alle Festivals der Welt. Gleichzeitig.
  • Macht das Jahr um Jahr um Jahr. Es muss ja das Equipment abbezahlt werden und die mittlerweile 30 köpfige Crew will ernährt werden
  • Die Tunes werden immer poppiger
  • Mittlerweile beim Major Label, wird noch mehr auf radiotauglichkeit gepusht
  • Das zweite Album kommt (mindestens ein Jahr verspätet)
  • Die Finanzierung für noch mehr LED-Wände und noch bombastischere Live Auftritte steht
  • Alle hoffen, dass das so lange gut geht, bis die Hardware abbezahlt ist

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Calyx & Teebee – Elevate This Sound

Poesie in Bewegung!

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Unbelievablism. Incredibilanity. Wickedism. Unfassbarismus. Übertunity. Wahnsinnitis.

Wenn wir hier mal einen einzelnen Track erwähnen, haben wir ja üblicherweise die Zurechnungsfähigkeit lange hinter uns gelassen vor lauter Euphorie.

Seit etwas mehr als einem Monat ist nun die Single “Elevate this Sound” von Calyx und Teebee raus, die den Auftakt zum kommenden Album “All or Nothing” bildet. Und it had to be now or never, denn ich kann mich kaum erinnern (*), wann ein Track wirklich seit 6 Wochen am Tag mindestens zwei mal lief!

(* Hmm, stimmt ja gar nicht. Das war bei Spectrasoul’s Away With Me Feat. Tamara Blessa auch so. Mit der Ausnahme, dass das Album so unfassbar gut ist, dass wir uns bis jetzt noch nicht genug davon erholt haben um darüber schreiben zu wagen.)

So pathetisch und overdone das klingt, aber dieser Track ist eine Offenbarung! Den schönen Spruch “Poesie in Bewegung” habe ich zugegebenermaßen aus einem anderen Review entleihen muessen, aber er beschreibt den Song einfach in Perfektion:

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Jamie Woon – Mirrorwriting

Zu schön um wahr zu sein!

M
Ahh diese Schmerzen! Diese Entscheidungsschmerzen! Sollen wir Sand an den Strand, Eulen nach Athen oder Humorlosigkeit zu deutschen Minimaltechnoproduzenten tragen und schreiben, worüber jeder schreibt?
Ging uns schon bei James Blake so. Und vor lauter Zaudern und Zögern wurde dann das Album doch so alt, das wir uns keine Rezension mehr getraut haben, weil die Entschuldigungsarien dann doch zu peinlich geworden wären. Aber bei Jamie Woon’s Debut kann ich nicht anders, denn es würde sonst wieder ein Auslassventil unseres missionarischen Eifers ungenutzt werden.
A pro pos James Blake, mit dem wird der arme Jamie Woon auch ständig verglichen. Weil es eigentlich auch ne Menge Gemeinsamkeiten gibt:
– Jüngling singt (Chanson, Singer/Songwriter, Folk)
– macht die (spärlichen) Beats selber, denen mal in der Genanalyse Vorväter in der britischen Dance Musik nachweisen kann
– kommt irgendwie underground, oder künstlerisch zerzaust, aber auf keinen Fall mainstreamig rüber

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Katy B – On a Mission

Das neue “Extra Virgin”!

J
Ok. Katy ist erst 22 Jahre alt, war auf der BRIT School (in einer Klasse mit James Blake) und ist Backing Vocalist bei The Illersapiens (das Video unten ist Pflicht!).
Ihre musikalischen Fähigkeiten sind also über Zweifel erhaben, denn sie kann unbestritten singen und hat ein gutes Gespür für die musikalische Mischung. Auch der Albumtitel On A Mission ist ehrlich und clever gewählt, denn wer so ein Album raushaut kann nur eine Mission haben: Platz 1 der UK Album Charts!
Und siehe da: Sie ist nach Veröffentlichung des Albums direkt auf Platz 2 eingestiegen.

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Nu:Tone – Words and Pictures

Frühlingsanfang’n Bass

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Mein Rezensionskollege hat sicher einige Selbstmanagementkurse besucht. Letztens wohl “Delegieren – aber richtig“. Jedenfalls rief, nein diktierte er mir förmlich irgendwas geschnoddertes auf die Mailbox, dass ich wohl hätte mitschreiben und dann in seinem Namen als Rezension zu Nu:Tones Album Words and Pictures hätte veröffentlichen sollen. Ha, nice try. Nice try. Ok, hätte ich die Nachricht nicht versehentlich gelöscht, hätte ich das wohl auch gemacht.

Zumal ich seine Meinung langweiliger weise auch noch teile. Also, Dan Gresham hat nach der Geburt seines dritten Kindes die Geburt seines dritten Albums folgen lassen. Und dabei den aktuellen Hospital Trend bestätigt, pure Oldschool Alben zu releasen. Wie Danny Byrd’s Album hätte auch dieses hier eigentlich vor 7 Jahren erscheinen können.

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Chase & Status – No More Idols

festival frenzy fodder!

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Das zweite Album von Chase and Status. Großes Ding. Major Release. Was sollen wir dazu schreiben?

Vielleicht mal ein re-engineering Versuch: Was ist seit dem letzten Album im Leben der beiden passiert? Wenn man sich die Tracks anhört, wohl vor allem folgendes:

  • der Einstieg in die Majorleague durch das Prouzieren von drei Tracks für Rihanna’s Album “Rated R” nebst dem Kontakteknüpfen mit dem US Mainstream Urban Adel.
  • wohl so ziemlich jedes europäische Festival mit einer Live-Band bespielt
  • und dabei noch einige male “Vorgruppe” von Pendulum und Prodigy gewesen

Und was kommt dann in der Mischung der o.g. Einflüsse raus?

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