Grundwissen der Musikgeschichte, Folge 451: Ishkur’s Guide to Electronic Music

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Ishkur hat einen Guide elektronischer Musik zusammengestellt. Alle erdenklichen Styles werden auf einer Landkarte dargestellt und inhaltlich und zeitlich in Beziehung gesetzt. Zu jedem Style gibt es Hörbeispiele und zynisch derbe Kommentare des Authors, denen man sich entweder mit voller Inbrunst anschlie?t oder als Heresie verteufelt. Sehr amüsant.

Unverkennbar ist natürlich die geographisch politische Herkunft des Authors: Der amerikanische Kulturimperialismus schlägt dann doch durch.

Spätestens bei seinem Satz "this … style is non-euro, which
inherently makes it far more interesting". Die Bewertung von Drum’n Bass mutet schon etwas laienhaft an. Von 2Step etc. gar nicht zu reden. Auch bei Techno wird es meines Erachtens etwas unscharf ("There is a really abrasive, swedish-techno-sounding sub-subgenre, however, that has emerged called "Schranz"…).
Klar und die Pizza wurde in New York erfunden und bei uns tragen alle Lederhosen und die Autobahnen haben Steilkurven, pfff. Das Downbeat-Kapitel besser gar nicht anschauen, denn es endet in den 90ern.

Er mag Mariah Carey und alles was nach Crystal Method klingt. UK-Breaks & Co. werden natürlich in Bausch und Bogen verdammt. Was zu erwarten war.

Trotzdem soll das hier nicht kleingeredet werden. Die Site ist genial gemacht und es gibt tonnenweise Soundschnipsel zu hören. Die Landkarte der Stile ist witzig. Man lernt dazu. So eine Riesensammliung Text und Sound ist beachtlich. HUT AB! Kurzum ein sinnvoller, lehrreicher Zeitvertreib. Aber halt american style Hot Dog…

Wir setzen auch dieses Wissen bei zukünftigen Rezensionen voraus.

Au?erdem weis man dann auch, wie das ganze unerträgliche Kinder-Trance-Zeugs wirklich heist, das einem auf Sunshine-Live immer geboten wird.

Jetzt Ishkur’s Guide to Electronic Music lesen!

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