High Contrast – The Agony & The Ecstasy

Clueless in Cardiff

M
Er ist wieder da. Der Meister. Der Cardiffer. Dessen True Colours unvergesslich sind. Dessen Adele Remix unsterblich ist. Dessen Stücke per Serotoninüberfluss in unser Gehirn eingebrannt sind.


Und damit auch das Dauerfeuer in der einschlägigen DnB Presse. Interviews, Interviews, Reviews, sogar über das Coverbild wird philosophiert. Aktuell also Release-Druck allerorten.


Davon wird sich hier natürlich total frei gemacht und gereviewt. Und für uns selbst subjektiv die ewige Frage beantwortet: Kann er ihn halten, den Level? Oder erliegt er der Coleman’schen eltonjohnisierung?


Let’s have a listen…


… oder auch nicht. Was tun, wenn der Rezensent am Werk scheitert? Und es auf sich selbst beziehen möchte und keinesfalls auf das Werk? Drüber reden hilft sicher:


Hätte ja nie gedacht, dass ich wirklich mal so einen Satz in einem High Contrast Review schreibe, aber irgendwie stark mitgerissen und bewegt fuehle ich mich durch dieses Album nicht. Es hat geschlagene 3 Wochen gedauert, das Ding mal durchzuhören. Unvorstelbar.


Natürlich sind tolle Stücke dabei, keine Frage.


Aber es ist doch vieles was mich gleichgültiger zurücklässt als ich das für möglich gehalten hätte. Obwohl ich ja nun wirklich auf Vocals und Schmalz stehe, ist das alles ein bischen zu suess (echt zu viel des Guten: The First Note Is Silent). Zu trancig. Zu, ja, flach (eine Parodie: Emotional Vampire)? Es ist natürlich DnB technisch ein großes Ding, aber er muss sich eben doch mit seiner eigenen Vergangenheit messen und da setzt meines Erachtens schon eine gewisse unangenehme Beliebigkeitsnote durch. Dieses Musical’DnBige (schlimm: The Only Way There). Ich setze Fett an mit dem Alter und er Beliebigkeit? Ist das ein Naturgesetz? Wenn man sich London Elektricity’s Yikes anhört, scheint man einen Trend erkennen zu können. Nu:Tone hatte sich davor mit Oldschool bewahrt und besser die Kurve gekriegt. Vielleicht ist High Contrast auch seine Collaboration mit Tiesto nicht bekommen? An vielen Stellen wird es einfach zu viel und dadurch fast zu belebig (gutes Beispiel dazu:Almost Human (feat. Clare Maguire), das klingt wie Kosheen mit schlechteren Drums).


Oder – und diese Version gefaellt mir besser – ich verstehe das Album nicht und es ist der Hammer. Who knows.

Bis dahin verbleibe ich enttäuscht clueless in Cardiff.

Unsere Anspieltipps:
  • 03. Wish You Were Here (feat. Selah Corbin)
    Lincoln in bekannter Größe. Bläser + Strings + Sahnevocals + etwas zu simple Breaks. Nicht neu aber immer gut.
  • 10. Father Cant You See I’m Burning
    100 Jahre Hospital in einem Track. Nennt mich altmodisch, aber das ragt einfach aus dem Süßbrei der restlichen raus.
  • 02. The Road Goes On Forever
    As a total SID addict I can tell ya this sounds straight out of a 1993 20CC SID tune.

In das Album reinhören:

One thought on “High Contrast – The Agony & The Ecstasy

  1. Du sprichst mir aus der Seele, ich bin auch stark enttaeuscht von der Scheibe.
    Der coolste Track ist vielleicht noch “Father Cant You See I’m Burning”, der errinert wie ich finde stark an “Ghost of Jungle Past”.
    Aber wie du schreibst das ganze hoert sich an wie eine zufaellig zusammen gewuerfelte ansammlung von Tracks…

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