Madita – Madita


Wir sagen: Luxushotel!

Connaisseur_M sagt dazu:

Ach herrjeh, wieder so ein Ding: In 2005 hatte ich da mal online kurz im vorbeigehen reingehört und dann wieder vergessen. Ein Fehler. Wie schön, dass mich der J. wieder wachgerüttelt hat.
Die Fakten sind schnell erklärt: Die Sängerin Madita und der Produzent Vlado Dzihan (of Dzihan & Kamien) sind im privaten Leben ein Paar. Ende 2005 haben Sie dieses Debut produziert. Fertig.


Stimmt nicht ganz, denn Madita war auch schon auf Gran Riserva dabei (bei dem genialen “Thrill” zum Beispiel)

Hä was? Also jetzt mal ganz ehrlich: Es fällt schwer das zu glauben. Das hat sich doch die Plattenfirma als Promogag ausgedacht. Zu perfekt klingt das alles. Mann und Frau beide so weit vorne und zusammen zu solchen Dingen fähig? So stellt man sich ein Traumpaar vor. Madita’s Vocals und Dzihans Tracks sind wirklich eins. Nichts wirkt aufgesetzt. Hört man genau hin, kann man jedesmal neue Details und Tiefen entdecken. Die Tracks sind so unglaublich ausgefeilt. Und auch hochpoliert. Von ferne betrachtet kann das beim oberflächlichen Hören auch einen Tick zu perfekt wirken, zu viel Luxus.

Wer also keine musikalischen 6-Sterne-Hotels mag und lieber in einer rauhen Absteige übernachten will, ist hier vieleicht mit den vielen Gängen beim Essen, den zuvorkommendem Personal, den Möbeln und der dezent teuren Dekoration in Lobby und Zimmer oder dem opulenten Marmorbad mit Eckbadewanne überfordert.

Als totaler Dzihan&Kamien Fan und als jemand, der gegen ein Wochenende in einem solch edlen Haus nichts einzuwenden hat, haut mich das einfach um. Qualitativ hochwertige, sanfte, zarte, bombastische Musik!

Connaisseur_J:

“Klingt nach Björk!” ist die erste Assoziation meiner Freundin und ich denke an Dani Siciliano und Matthew Herbert aber nach mehrmaligem Hören wird schon klar, dass das hier irgendwie vielschichtiger ist. Ein Paradoxon, denn ich möchte im nächsten Satz schon schreiben “und einfacher”. Das widerspricht sich? Dachte ich auch, doch weit gefehlt:

Obwohl ultra-eingängig und durchpoliert überrascht mich der Sound eben doch. Gut manche Sachen können nur von Dzihan kommen, das geht gar nicht anders. Die Nummer 7 zum Beispiel wanna be, das sind Dzihanh & Kamien Arrangements par Excellence. Doch dann eine Nummer, die mich an Prince erinnert, denn mood wäre ohnehin schon eine Ballade, die auch von ihm satmmen könnte aber spätestens beim Gitarrensolo bin mich mir dann fast sicher.
Und wenig später ein Track der mit Steeldrums daherkommt. Wirklich erstklassig produziert, keine Frage. Und so schön, ich bin mal wieder den Tränen nahe. Aber hatte tatsächlich jemand von uns erwartet, dass wir dieses Album nicht lieben könnten?

Anspieltipp:

  • 3. mood
    Warum? Steht oben schon.
  • 7. wanna be
    Auch dazu steht schon was oben. Welcome to the Dzihan Soundworld!
  • 8. got
    Einer der Tracks die mich echt überrascht haben – ungewöhnliche Stilmittel wunderbar harmonisch kombiniert.
In die CD reinhören:

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