Nu:Tone – brave new world

Wir sagen: The state of the art!

Connaisseur_M sagt:

OK die schlechte Nachricht für Pessimisten zuerst: Es ist ja ein beliebter Schachzug, sich an dem Titel einer CD aufzuhängen und ihn allzu wörtlich zu nehmen um ihn dann in Form eines Diss dem armen Künstler direkt ins Herz zu rammen. So etwas liegt uns fern. Bei Hospitalern erst recht. Und bei Nu:Tone muss ich nun schon genau überlegen, ob ich dieses Album nun überhaupt besser finden kann als das letzte High Contrast Album oder wie oder was? Ja. Um auf den Punkt zurückzukommen: Diese "New World" wird hier wieder mal von ihrer besten Seite gezeigt.

Die neuen, wie auch die älteren Tunes auf der CD sind schlichtweg die aktuelle Messlatte dieser Musik. Sozusagen die Definition von "State-of-the-art". Noch mehr Vocals (ja!), noch souliger, noch schönere Bassverläufe. Man vergisst schon irgendwann, dass das "nur" Drum’n Bass sein soll.

Kaufen und verehren!

Die Anspieltipps beziehen sich übrigens auf die CD-Version, die 13 Tracks hat , inclusive dem Spread Love Remix und einigen Nu:Tone Klassikern, die wir schon auf den anderen Hospital-CDs genügend gewürdigt haben (Es sei aber hier nochmals deutlich auf das unglaubliche, au?erirdisch gute, überragend unerreichte "Breathless" hingewiesen). Ich mach’ ma’ wie immer die Vocal-Sachen, den Rest der Connaisseur_J. Und damit nicht einfach alle Tracks in dieser Liste stehen, habe ich schweren Herzens sogar "Can We?" und den Smasher "Three Bags Full" weggelassen, weil er auf den anderen hier besprochenen CDs schon x-mal vertreten war. Von "Feel it" ganz zu schweigen. :-).

Anspieltipp:

  • 01. Seven Years ft. Natalie Williams
    (Wohlfühl DnB-Soul/Gospel (?) mit einem Basslauf, an dem man sich einfach nicht satt hören kann!)
  • 02. right now
    (Das ist so ein typischer liquid Tune mit Housepianos und Standard-Arrangement, herrlich!)
  • 07. Strange Encounter ft. Natalie Williams
    (Der Climax der CD. Monster-Vocals, Downtempo-Break, in der Anmutung eigentlich purer Pop, die Beats umspielen lieblich die Melodien, der Bass schreit "LIQUID". Geht direkt unter die Haut! Der Text ist auch so cheesy; alles stimmt so hunderprozentig. Dieses Lied läuft bei mir nun seit 2 Wochen mindestens 4 mal am Tag. Für mich eines der Tunes von 2005! DANKE NU:TONE! Wann remixt Du endlich Destiny’s Child, verdammt?)
  • 11. All Over the World ft. Rose Windross
    (Seufz, das ist kaum noch DnB, sondern mehr simpler Vocal-House im Hospital-Kleid. Wer hätte gedacht, das OP-Anzüge so schön sein können! Auch ein bissel wie Shy FX.)

Und Achtung: Den Opener nochmals aufnehmend, kann ich nun das tun, was
J. und ich uns imer geschworen haben, NIE NIE NIE zu machen:
Beschissene Mainstream-Schreiberling-Platitüden von sich geben. Aber
hier muss es einfach raus:

Schöne neue Welt, die solche Bürger trägt! DIESE CD MUSS MAN BESITZEN!

Connaisseur_J sagt:

Das unglaubliche an diesem Album ist mir erst letztes Wochenende bewusst geworden: Man kann dazu auf der Tanzfläche mit gediegener Beinarbeit den Boden zum vibrieren bringen oder sich an der Bar unterhalten. Voraussetzung für zweiteres ist, dass der Gesprächspartner nichts gegen rhythmisches Kopfnicken einzuwenden hat. Das sind nicht nur Hymnen, das ist auch in der Anwendung sehr, sehr vielseitig. Ein Drum & Bass Album für Kopfhörer, Tanzfläche, Auto & die heimischen Gefilde. Und das ist nicht nur deswegen gut weil mir mittlerweile die Energie fehlt ein komplettes NU:TONE Album durchzutanzen…………….
Aber zurück zur Musik. Oben schreibt M ja sehr viel von Vocals und eigentlich kommt jetzt standesgemä? meine Kritik an zuviel Vocals aber bei diesem Album kann ich keinen Grund zur Beanstandung finden. Nie finde ich die Vocals zu kitschig, zu aufdringlich oder einfach nur überflüssig. Das ist die perfekte Mischung aus D&B mit Vocals aus dem R’n’B, House, Jazz, Dance Bereich. Wenn man bei Tracks wie z.B. “Three Bags Full” überhaupt von Vocals sprechen kann – vielleicht eher Vocal-Samples. Nachdem sich M oben auf 4 Tracks beschränkt habe, werde ich nun ebenfalls das Unmögliche versuchen und meine vier Favoriten dieser Scheibe identifizieren.
(Es sind wirklich ALLE Tracks nicht nur hörbar sondern fein)

Anspieltipp:

  • 04. Can We?
    Dieser Beat geht sowas von nach vorne! Und dazu R’n’B lastige Vocals & Weltklasse Breaks. “There is a wonderful place i know you better pack your bags cause it’s time to go”
  • 06. New Boy
    Habe ich bei Nummer 4 gesagt, der geht nach vorne? Das sind Beats die mich schon an stark an die Jungle ?ra erinnern. HAMMER.
  • 07. Strange Encounter ft. Natalie Williams
    (SEX !. Ich möchte eigentlich keine so platten Vergleiche verwenden, aber es geht nicht anders. This is it: Audiophiles Glück in ?berdosis. Solche Tracks sind eigentlich verboten……
  • 11. All Over the World ft. Rose Windross
    Mister M: I am with you!

Meine Platitüde zum Schlu?, ist ein Zitat: “I love drum n bass but it is an utter rarity to come across an album that can be played from start to finish without skipping a track.”

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