paniq – Achillesverse (2001)

Au├?ergew├Âhnliches Anschauungsprojekt mit Charakter

Vorgeschichte:
├?ber den in Hamburg lebenden Musiker Leonard “paniq” Ritter haben wir in diesem Blog ja bereits euphorisch berichtet. Allerdings hatten wir damals wohl nur die Spitze des Eisbergs entdeckt. Ritter ist ein Multitalent in klassischer Demoszenen Manier: programmiert seinen eigenen Musik-Tracker in Linux selbst und macht damit auch seine Tunes, ist als Musiker Mitglied von Farbrausch, einer der wichtigsten deutschen Demogruppen aller Zeiten, ver├Âffentlicht elektronische Tracks unter creative commons Lizenz auf Netlabeln oder direkt und und und
(also f├╝r einen Beruf kann da zumindest nicht mehr allzuviel Zeit ├╝brig bleiben)

Auf der letzten Redaktionskonferenz lief dann auch “Story of Ohm” rauf und runter. Und per Zufall entdeckte ich dann auf jamendo, dass paniq dort seinen gesamten Backkatalog for free ins Netz gestellt hat.

Dabei sind wir auf Achillesverse gesto├?en, einem Hip Hop Album (!) von 2001, dass paniq letztes Jahr auf jamendo gestellt hat. Dieses Album hat dann ohne dass wir uns abgesprochen haben, bei Connaisseur_J und Connaisseur_M erstmal f├╝r einen mehrw├Âchigen Rezensionsstau gesorgt, da es auf Dauerrotation lief.

J
Heute fange ich mal andersrum an: Also den Track “Rattengift” kann ich gar nicht h├Âren, denn der Text nervt mich. Wo das Album und besonders die Texte sonst mit inhaltsschwerer Melancholie, erbarmungslos offenem Witz und schonungsloser Aufkl├Ąrung aufwartet fehlt “Rattengift” die Balance. Aber das war es dann auch schon mit Kritik. Denn der Rest ist mein absolutes Lieblingsh├Ârbuch. Denn auch ich f├╝hle mich bedroht von Tischkanten, ertappe mich bei egoistischen Gedanken und wenn “Sie” nicht da ist f├╝hle ich mich allein. Es war selten ├╝berfl├╝├?iger ├╝ber ein Album zu schreiben. M├Ądels & Jungs: Es ist umsonst. Runterladen und den Walkman anschalten. Und staunen, lachen und sich wudern. Denn wer um Himmels willen produziert den so einen musikfreakalischen Output? Ach ja: paniq macht das.

M

Paniq sagt von seinem Album: “A german rap album I made in 2001, wrapping up my first broken relationship, experiences with different drugs, among other things.“. And it really does what it says on the tin! Damals war er 21 und das Album klingt frisch…

Unsere Anspieltipps:
  • 01. Heilige S├Ąure (Ding im Ding Edit)
  • 02. Duell der Giganten (Full Theme Edit)
  • 05. Ich mag die Drogen
  • 06. Doofe Nuss

Und weil Connaisseur_M so ein Demofreak ist, hier noch ein sehr sch├Ânes Beispiel aus 2008 f├╝r ein gelungenes Demo (Farbrausch & Neuro – Masagin). Digital Art at it’s best und paniq’s Musik ist der Hammer. Check out ab 4:30, wenn die Musik aus dem Takt l├Ąuft, fantastisch.

 

Wer was auf sich h├Ąlt, schaut sich das nat├╝rlich nicht bei youtube an, sondern native auf dem PC.

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