Portformat – The Repeat Factor

Joy in Repetition

J

Mir hat dieses Jahr ohnehin noch ein Hip Hop Album gefehlt, dass sich einprägt und sich mit mir verbündet. Zum Glück hat Anfang Dezember
Ibrahima M??Bodji (alias Portformat) sein Debut “The Repeat Factor” rausgebracht und sagt selbst dazu:

The Repeat Factor was created by the idea that everything in life repeats. The great principles behind nature’s dualities such as day and night prove that nothing can last but transition. All cycles of life (and music) continuously repeat in a slightly varied forms

Hier werden 70er Funkelemente mit dicken Beats, 90er R’n’B Gesang mit Slowmotion Grooves gemnischt und diese wunderbare Kombination auch noch mit kritischen und guten Raps versehen. Ein unglaublich dickes Debut. Mit einer sehr langen Rapper-Gästeliste (unter anderem Dudley Perkins, Blaktroniks, Obey The Altar Native), die in diesem Fall aber nicht störend oder als Featuring-Wahn rüberkommt, sondern sehr clever und rund.
Ich bin begeistert. Sollte man sich unbedingt anhören.

Meine Favoriten:
  • 10. Everything U Change
    Everything U Change starts in the brain, whether or not you knew this before, this is not a game. Gro?artiger Text, dicker Beat, reduzierte Synths. Genial gut.
  • 12. It’s On
    Obama-Inaugurations-Song. Politische Statments haben auch schon schlechter geklungen!
  • 3. Purple Planet
    Einer der Instrumentaltracks. Good old Dup-Hop, or what?

M

Bin tief beeidruckt. Von HipHop kenne ich zugegebenerma?en überwiegend den im Mainstream hörbaren Teil. Von daher bin ich auf die Rezeption von sehr minimal gehaltenem BlingBling getrimmt. Umso beeindruckter bin ich daher v.a. von den Sounds und Beats auf diesem Album. Slow Motion Beats, wie der Kollege schon schrieb. Das Sound Gewand würde ich mal als eine Mischung aus Ambient und DeepHouse, Dub und Jazz beschreiben. Gibt es Deep Hop? So hört es sich jedenfalls an. Ziemlich Mo’Waxig zudem auch noch.

Breite Soundwände, Raps, die sich sanft einschmiegen und die Stücke eher harmonisch begleiten, als dominant drüber zu stehen. Portformat scheint es an vielen Stellen v.a. darum zu gehen, die Beats so zu trimmen, dass sie sich noch langsamer anhören als sie eh schon sind.

Ich nur empfehlen, sie das mal anzuhören. Home-Listening ChillHop der feinen Sorte.

Meine Favoriten:
  • 01 – Knock Knock (feat. Bless1)
    Mit der Deepness wird gleich das Album eröffnet. Erinnert irgendwie an 5Sterne Deluxe. Nur das mir dort die Beats nicht so gut gefallen haben wir hier. Eigentlich erinnert es auch an Deichkind’s “Was’ der Anlass” von der ersten LP.
  • 09 – The Myth
  • 15 – For The Hungry Cats
    Instrumental. Das meine ich mit Mo’Waxig.


Das Album beim Label Tokyo Dawn

In das Album reinhören:

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