SMD Records Germany (oder: wir blinden Hühner finden auch mal ein Korn)

Vote for Bad Rappenau as the world’s capital city of Dance music!

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In den Kategorien “blindes Huhn findet auch mal ein Korn” und “Zufallstreffer der Rezensionsgeschichte” geht der Preis an den Breakbeat Podcast von Juno! Ich halte mich ja von so vielen Release Podcasts fern wie möglich, weil das besser für den Geldbeutel ist. Da sind sich mein Arzt und der Schuldenberater einig. Jedenfalls nuschelte der Moderator auf dem Breaks Podcast von Juno was von “smd records germany” als ein derber NuBreaks Track lief. Wir natürlich wie im Rausch sofort gegoogelt, was das denn bitte sei und aus Deutschland und wie oder was?

Auf www.smd-records.de fanden wir dann das deutsche Label SMD Records aus dem schwäbischen Städtchen Bad Rappenau (!!!). Nach eigenen Angaben “founded in 2008, aimed to release a wide range of electronic music, from techno to minimal, electro, progressive, house…“. Ha! Was für eimn Witz! Wide range ist sowas von untertrieben. Kenne kaum ein Label, auf dem gleichzeitig Breakbeats, Drum’n Bass, Minimal, Progressive House, Deep House, Electro und klassischter Techno gleichzeitig und mit unter sogar von den gleichen Künstlern released werden.
Und schon gar nicht in Deutschland.
Und schon gar nicht in Bad Rappenau!

Was SMD also zu bieten hatte, hat uns gelinde gesagt die Schuhe ausgezogen: Der Schwerpunkt liegt auf deep- und electro house/techno der schiebenden, flowenden Sorte. Das NuBreaks Ding wirkt im Label Repertoire wie ein Unfall. Die einzelnen Artists sind dabei herrlich unterschiedlich und von EP zu EP wird munter zwischen den Stilen gewechselt. Gemeinsamer Nenner scheint zu sein, dass alle Releases ein dermaßen hohes Niveau haben.

Uns hat es umgeblasen. Liegt vielleicht auch daran, dass wir uns in der electro/deep Labelszene null auskennen und von dem Label noch nie was gehört hatten. Überraschungssieg. Wir erwarteten nichts und bekamen alles. Und Juno dann natürlich gleich einen Haufen unseres Geldes, um uns mit dem Back-Katalog einzudecken. Mensch, wie sich das gelohnt hat. Bad Rappenau. Unfassbar.

Unsere Anspieltipps:
  • Jimmy Rhay – Alimaa
    Jimmy Rhay hat es mir am meisten angetan. Deeper TechHouse, der direkt ins Blut geht. Schiebt und schiebt und schiebt.
  • Zephyr – call from London
    Wohl eher call from Mannheim? Jedenfalls wieder ein Terry Lee Brown Jr. aber diesmal aus Bad Rappenau 😉
  • DJ KOT – hear my tears
    Gutes Beispiel für “Progressive” Trace Techno a la Deadmau5. So geht eingängig!
  • Zephyr – Inside your veins
    Waber-Schieb-Bass und böses Hook. So muss es sein. Geht direkt ins Blut.

www.smd-records.de

Hier mal eine Playlist aus verschiedenen EP’s des Labels:

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