Lassen Sie uns über Hip Hop reden

Was ist denn da nur los? Nahezu epische Stille und nun auf einmal? Kann sein, dass der Film Wenn der Vorhang fällt wieder einiges an gutem alten Hip Hop zu Tage fördert. Kann auch sein, dass die Szene einfach nur Ihre Wunden leckt und sich immer noch fragt, ob es jenseits des Gangster-Rap Gehabes eigentlich noch eine wirklich nennenswerte und vor allem hörenswerte Szene gibt, nachdem Granden wie Blumentopf, Kinderzimmer und so weiter schon längst in Ruhestand gegangen sind. Es ist auch nicht damit getan, dass Freundeskreis Revival-Konzerte geben und diese in 5 Minuten ausverkaufen. War es das? Müssen wir uns nun auf den Wortwitz und Feuilletonistischen Aberwitz der Antilopen Gang verlassen, oder gibt es da noch was? Ohne nun die Moralkeule zu schwingen, die zugegebenermaßen wirklich locker sitzt dieser Tage möchte ich ein subjektives Hörvergnügen vorstellen und zeitgleich, ohne darüber zu viele Worte zu verlieren, die Frage in den Raum stellen, ob es da nicht noch mehr gibt. Gibt es. Wie immer weder objektiv, noch brandaktuell. Man muss sich ja treu bleiben und höre Folgendes:

Liquid & Maniac – und dort den Auftritt für Puls:

Aus der Mitte – Goldroger – Perwoll:

Knackeboul – Birdman:

Yasmo – Weit Weit Weg

Fatoni – Gravitationswellen

Und ja, wir starten im Süden und enden auch da- Leberkasvalley:

Also die Empfehlung: Stay open minded und niemals aufgeben. Es gibt etwas, dass sich lohnt. Auch abseits der Prostitution.

René Marie – I wanna be evil

Swinging Autumn!

J
Wir haben hier ja seit jeher eine gute Beziehung zum Barjazz. Wenn es eine gute Stimme, Bass, Drums und Piano gibt, dann kann man uns schon sehr leicht drankriegen.

Außerdem haben wir auch eine Beziehung, zu Musik die schwer Hotellobby- und Bar belastet ist. Wenn jetzt jemand kommt und Klassiker, die wirklich schwer an dieser Last tragen, neu aufnimmt, dann erregt das meine Aufmerksamkeit. Und wirklich auch Spannung – ein Tribute an Eartha Kitt – gelinde gesagt: mutig!

Aber dann kam René Marik – und das Ergebnis ist schlichtweg ausgeschlafen, genial, swinging. Hammerstimme trifft auf handwerklich begabte Band und sehr gute Arrangements.
Meine Herbstplatte – Jazz me up and swing me through autumn. “Let’s do it” – sofort auf dieser Platte anhören.

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Plej – Electronic Music from the Swedish Leftcoast / Home is where the heart was

Elektisiert meine Seele

J
Kind schläft.
Ich habe keinen Auftrag mehr und ertappe mich Samstag abends dabei ins Supertalent bei RTL reinzuzappen. Shame on me.
Aber auf einmal überkommt mich das
unglaubliche Bedürfnis dickbasslastiges Elektrogeschewurbel mit leichten Jazzeinflüssen a la Akufen zu hören.
Da trifft es sich gut, dass das digitale Zeitalter im Ponyhof 3.0 indem ich im Sauerland nebst der Lütten eingecheckt habe, aber sowas von Einzug gehalten hat.

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Pukkelpop 2011 – Festival Manifesto

One year ago we wrote our Festival Manifesto for the most delightful spot we’ve ever been to:
The Pukkelpop 2010 in Belgium.

The 25th edition of a festival full of perfect sound, peaceful atmosphere and party without reservation.
An autarkic island.
A sunny institution.
So this year we travelled back to that perfect place to attend Pukkelpop 2011 and all our anticipation and positive thoughts got swept away in an apocaliptically thunderstorm within minutes.
10 minutes that turned the picturesque island into a ruined place.
The eyewitness reports (http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-14590667) contain strong phrases like „end of the world“ and they are right. We never experienced such an intense demonstration of force of nature in our whole lives.
And we are the lucky ones: No casualties in our group of five.
At about midnight we had all managed to get back to our hotel (the storm ended at about seven), were able to change clothes and sit together and talk about what we had seen. We are truly gratetful that our day ended like this.
Our thoughts go out to all those people who really suffered: the dead and injured and their loved one’s, the parents who searched for their kids and vice versa, friends who searched for each others, all the people on the camping ground.
The festival organization, the rescue teams and the city of Hasselt dealt with the whole thing remarkably well – and like last year we met lots of friendly and open-minded people.
Thank you Belgium, thank you festival-goers, thanks to everyone we met on the ground, at the hotel, at the trains.
With those experiences in our hearts we’d love to come back to attend Pukkelpop 2012 – with respect for the victims. And we feel like a lot of people attending the 2011 edition feel as we do.
Let’s come back in 2012 and turn Pukkelpop into that peaceful island again, that it has been before August 18th 2011.

Please support all efforts made to make Pukkelpop 2012 happen!

Sawoff Shotgun – For our sanity

Guter Hype, böser Hype?

J Achtung neu! Raus aus der Prostitution jetzt mit Prostitution…. obwohl. Nein. Prostitution ist es nicht, Investigation aber auch nicht und am Ende stütze ich einen Hype. Aber einen guten Hype, wenn es den denn gibt.

“For Our Sanity” von Sawoff Shotgun erscheint diesen Freitag. Das Album ist eine furiose Mischung aus Electronics und Club-Sounds, mashed up mit Gitarren, Ukulele, Vibraphon und Toy-Pianos.

Und dieser Absatz ist der original Pressetext. Aber ganz ehrlich:
• Ohne die Presseinfo wäre ich auf Sawoff Shotgun niemals aufmerksam geworden (da ich ja keine MusikMags lese)
• Das ist kurz und knapp ohne Geschwurbel und dem gibt es von meiner Seite (fast) nix hinzuzufügen

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Auf der Suche nach dem Funk II – The Boogie

J
Ok. Da ich meinen Ausgangspunkt dargelegt habe nun also die erste Neuerscheinung in 2011 für Freunde des Funk von früher, heute und morgen. Denn wer mit Funk nichts anfangen kann, der kann dieses Album mal versuchen, aber wahrscheinlich wird’s bei einem Versuch bleiben. Alle anderen sollten unbedingt reinhören, wird hier doch die Vielfältigkeit eines Genres exzellent vorgeführt – und der Diversität unsere Zeit angepasst. Was rauskommt sind fließende Grenzen zwischen Funk, Electro, House, R’n’B und Rap.

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Auf der Suche nach dem Funk I – Zurück!

Way back……

J
Irgendwas feiert ja immer Auferstehung oder Wiederentdeckung. Manchmal handelt es sich um Dinge, von denen man sich als Interessierter fragt, ob sie überhaupt weg waren. Manchmal ist man froh. Und im besten Fall bringt so eine Wiederkehr jede Menge gute Assoziationen zurück in die Erinnerung. Und erweitert den aktiven Musikschatz um längst Abgelegtes.
2011 scheint also massiv der Funk zurück zukommen. Ich glaube es sind in den ersten Wochen schon 5 Releases straight aus den 80ern in die digitalen Redaktion der Gegenwart gebeamt worden. Und nun kann ich mich diesem Funk, Phunk, Neophunk und Future Funk nicht mehr verschließen. Auch in diesem Fall gilt: Mir doch egal, wie der Sch*** heißt, solange er das Bewegungszentrum anpeilt.
Finger und Kopf sollten schon wippen, wenn’s Funk ist.

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Tokyo Dawn Records – The Heart

Heart warming new Soul

J

Es muss gegengesteuert werden! Bevor das Ganze hier zu einem Happy-Hardcore-Käse Blog verkommt wird es Zeit für ein bisschen Diversität. Zeit für ein bisschen herzerwärmenden neuen Soul für den seeligen Herzschlag.
Und ja, die Tage werden kürzer und es regnet viel. Wird dunkel und grau.
Und meine Antwort darauf lautet: Tokyo Dawn Records – The Heart

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Pukkelpop Tag 3: High Energy?


JM

Am dritten Tag war der mittägliche Gang vom Hotel zum Festivalgelände unterwegs fast schon eine Bürde. Wieder da hin? Noch mehr Muskelkater? Aber kaum waren wir durch das Portal, hörten die ersten Beats, die ersten Leute schon wieder am tanzen….. ach, fast wie heimkommen. Also: Zähne zusammenbeissen und durch. Es wartete schlie?lich nochmal Programm auf uns:

  • Caspa & MC Rod Azlan

    Den Tag um halb vier mit Caspa zu beginnen sind wir nicht gewohnt. Wirklich nicht gewohnt. Haudrauf Festival Dubstep (Brostep) und die ganze Crowd schreit, singt und flippt total aus. Der MC ist ein Traum. Warum können schon wieder alle Leute alle Basslines mitsingen? Wie viele Remixe gibt es noch von Swedish House Mafia’s “One”? Wie geil ist es, dass Caspa mit der neuen Magnetic Man Single aufhört und damit den perfekten ?bergang zu High Contrast schafft?

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