Basement Jaxx – The Singles

Wir sagen: Vorschlag(s)-Hammer

Connaisseur_J sagt dazu:
Darf ich nachfolgende Sätze überhaupt sagen? Ich wei? es nicht, man steckt nicht drin. Also: Ich bin absoluter House, Deephouse, Andere-Spielarten-House Fan und nenne auch ein Paar UK Garage ‘n’ Stuff Platten mein eigen und dennoch besitze ich nichts von Basement Jaxx, keine Single. Das soll nicht hei?en, dass ich es nicht haben kann nur fehlt mir in vielen der Nummern ein bisschen Subtilität. Basement Jaxx sind definitiv Vollgas, jenseits von filigran und grö?tenteils nicht das Zeug was bei mir zuhause ständig läuft. ABER es freut mich immer wieder, dass nicht alle Leute die an den Platten drehen so denken wie ich. Denn in einem hei?en Club und bei einer vollen Tanzfläche (oder auch bei leerer Tanzfläche – floorfillaaaaaaaaaaaaaaa!) rocken die Sachen bedingungslos.

Was wären die Clubs ohne Tunes wie “Where’s your head at”, “Bingo Bango” und “Red Alert”? Ich war gestern abend auf einer Party im Hamburger Schauspielhaus zu der die Werberszene eingeladen hat und da lief Basement Jaxx aber auch in Läden die nicht die 100% Mainstreamwelle reiten läuft Basement Jaxx und dann kommen die Jungs auch noch im kommerziellen Radio UND auf FM4. Und dafür kann man nur Respekt zollen. In den guten alten Techno Zeiten sprach man bei “den” brachialen Hits, die die Clubs gesprengt haben von “Brettern” (Bonzai Label rules!) und für mich machen die Basement Jaxx Jungs zeitlich angepasste “Must-Dance-Bretter”. Und sind sich selbst doch Widerspruch genug um eine Nummer rauszubringen, die ich sofort als eine meiner favourite Chill-Out Nummern outen möchte: “Romeo” im Accoustic Mix, wird Connaisseur_M bestimmt empfehlen. Meine Anspieltipps gehen mehr in Richtung Tanzfläche und da ist es schon schwer sich für etwas zu entscheiden. Die oben genannten Namen gehören alle dazu und und und. CD 1 ist eben eine Party für sich.

Anspieltipp:

  • CD1 6. Where’s your head at
    Es gibt keine prolligere Nummer die so derma?en rockt, ausgelassen ist und man einfach tanzen muss. Danke dafür! Und das Video mit den Affen ist ebenso unglaublich! Anschauen kann man es hier
  • CD2 6. Good Luck (Live)
    Ich wäre gerne dabei gewesen. Vocal, Dance,Soul Hymne par excellence.
  • CD1 15. Samba Magic
    Mehr Ibiza geht nicht obwohl es sich ja um eine Samba Nummer handelt. Ich kann den Sternenhimmel sehen während ich tanze. So muss das sein.
  • CD2 1. Magnificient Romeo
    Und noch ein Remix von Romeo. Diesmal im Funk’n’Soul-Gewand. Und der Bass geht in die Hüfte. Sobald der auf Vinyl erhältlich sein sollte werde ich mir wahrscheinlich meine erste Basement Jaxx Vinyl kaufen.

Connaisseur_M sagt dazu:
Auch ein Connässör hat’s nicht immer schwer. Zum Beispiel dann, wenn man eine CD rezensieren kann, ohne sie je gehört zu haben. Alle "Best-of"-Albem eignen sich dazu z.B. ganz ausgezeichnet. Wie auch diese hier von den Basement Jaxx. Die Tracks selbst sind allesamt ruff un’ runner gelaufen, da reicht das Wesen des Inhalts völlig aus. Da es aber unsere geliebte Seite hier ja erst seit Ende 2004 gibt, liegt BJ quasi vor unserer Zeit. Und da trifft es sich umso besser, das hier in verdichteter Form vorgelegt zu bekommen. Als Management Abstract und Entscheidervorlage sozusagen. Damit wir unser’n Senf dazugeben können.

Gewundert hat’s mich über die Jahre schon immer, wie diese Titel eigentlich ein (wenn in D. auch bescheidenes) Radio-Airplay bekommen haben. Eigentlich erfüllen die Titel alle Voraussetzungen, bei uns nicht geliebt zu werden: Zu englisch, zu schnell, zu komplex, zu anders. Daher ist z.B. "WHere’s yor head at" einfach zu cool für’s Radio. Aber es scheint einfach der eine oder andere Overground-Erfolg aus den Anfangstagen zu sein, der für ein Aufmerksamkeits-Abo sorgt. Wie bei Daft-Punk. Nur dass das letzte Album der Jaxx kein Betrug war, sondern schon wieder neue Knüller zu bieten hatte.

Die beiden Basement Jaxx Macher scheinen es sich, wenn man alle Lieder durchhört, auf ihrem ganz eigenen Eintopf-Planeten gemütlich gemacht zu haben, von dem sie sich nicht vertreiben lassen, aber gerne Gäste zum Essen einladen: Cut-Up-Sounds en Masse; viele breakdowns; wenn catchy dann richtig; manchmal auch mal einfach anstregend (Lucky Star, Plug it in), die Drum-Patterns klingen immer wie ein einziger Loop von irgendeiner Ibiza-House-Wummer-CD. Der Style auch zum Teil sehr durchgemischt: Strand-Hallen-House für die Werbe-Compilations (Bingo Bongo) dann aber auch wieder 2steppiges UK only. Erinnert irgendwie an Groove Armada (nicht vom Sound, aber von der Durchmischung. wobei Groove Armada weit beliebiger ist). Ein Medienmysterium. Vielleicht nur deshalb damals so gehyped worden in UK, weil wohl Sommerloch war und alle anderen auf Ibiza, da kamen die beiden wohl ganz recht. Aber es sei Ihnen voll und ganz gegönnt.

Das waren verdammt umständliche Worte hier jetzt, aber straighter kriege ich das jetzt auch nicht hin.

Zur CD nochmals gesagt: Alle Knaller vertreten auf CD1 in der Originalversion. Es ist schon beeindruckend, wie viele all-time favourites Basement Jaxx geschaffen haben. Und soo viele CDs haben die beiden ja noch gar nicht rausgebracht. Spannend wird’s aber erst auf CD2, auf der Live-Versionen (Mann, ist da Vocal-mä?ig was geboten, alle Achtung!) oder Remixe geboten werden, vom ?berhit Romeo gleich zwei. Zu guter letzt CD3 als DVD mit den ja nicht zu verachtenden Videos der Singles. Ein rundes Paket fürwahr.

Anspieltipp:

  • CD2 07. rendez vu (latin version)
    Klingt so grottenschlecht nach General-Midi-Player billigster TexMex-Kneipe, dass einem schlecht wird. Eigentlich keine "Latin Version", sondern eine ganz miese Coverversion mit den furchtbarsten Bläsersätzen der Welt. Wenn man dann nochmal das Orignal anhört, was zu einem meiner absoluten Lieblings-BJ-Tracks gehört, dann erkennt man aber die Genialität. Das muss man sich erstmal trauen. Welch gar furchtbarer Frevel.
  • CD2 08. broken dreams (acoustic)
    Mit den Jahren wird man einfach langsamer und was liegt da näher als die alten Disco-Smasher einfach auf Altherren-Tanztee umzubauen? Das nenne ich mal echte Produktpflege. Einfach mit der Zielgruppe mitwachsen. Aber im Ernst: Das aus vermeintlichen Disco-Tools so schön kitschige Pop-Schmuse-Songs werden können, spricht eindeutig für die Qualität des Originals.
  • CD2 14.Romeo (acoustic)
    Zuletzt das Wichtigste: Es wurde hier die einmalige Chance genutzt, den wohl gelungendsten Remix aller Zeiten zu veröffentlichen: Romeo im Acoustic Remix! Nur alleine für dieses Lied lont sich die ganze CD. Basement Jaxx unplugged mit Traumvocals und Rhodes. Mehr davon und weiter so!


Nicht vergessen: Das gnadenlose Video zu "U don’t know me" mit der Queen, die rockt, gibt es als Stream auf der BJ-Seite. Einfach auf http://www.basementjaxx.co.uk gehen, dort dann rechts oben auf das "U don’t know me"-Logo klicken und den Stream anwählen.

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Das geniale "U don’t know me" Video ansehen

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