High Contrast – Tough Guys Don’t Dance

We still love you so much!

M
Connaisseur_M sagt:

(M: Dieser Artikel war schon wenige Tage nach dem Erscheinen fertig. Aber der J hat so lange rausgezoegert, damit er es wohl icht bewerten mus…) Worte können so weh tun. Neulich bei Connaiseur_J zu Hause: Er spielt irgendeine hypergeniale CD, die er nur kennt, weil Connaisseur_M ihm die gezeigt hat. Zur Erleuchtung gebracht hat. Ihm die Augen geöffnet hat. Ohne dafür ewige Dankbarkeit zu erwarten. Jedenfalls nicht offensichtlich zur Schau gestellte. Egal.
Auf jeden Fall läuft irgendeine CD, die ich ihm wärmstens ans Herz gelegt habe. Und dann das: Fragt seine Freundin doch tatsächlich: “Ist das eine von den CDs von Connaisseur_M, die da läuft?
Ja?
Dafür hat die aber mal richtig viel Melodie!

So eine bodenlose Frechheit! Undank ist der Welten Lohn! Hier auf unserem netten Lieblingsblog werde ich als Melodie-M verschrien, zum Ibiza-CHart-Champagner-House-Handtaschen-Cheese-Vertreter abgestempelt. Ob meiner Begeisterung für Juli und Rihanna zur kindischen Popheinz verdammt. Gejagt. mit Villalobos und Ewan Paerson gequält. Und dann das. Meine Musik und keine Melodie!

It’s not fair!


Dafür ein Grund mehr, die aktuelle High Contrast zu promoten. Und es sei gesagt: Da ist mehr Melodie drin als jemals zuvor. High Contrast wird von uns verehrt wie kaum ein zweiter. Für mich ist er die Reinkarnation von RMB (zu Petit Prince Zeiten). Rave-Trance-Melodien im Drum’n Bass. Und wieder hat er’s getan. Diesmal erfreulich: Mehr Arbeit an den Beats. Die sind abwechslungsreicher als früher und wirken nicht mehr wie ein lästiges Pflichtprogramm zu all den Lead Lines. ?berhaupt Lead Lines: Wo Lincoln Barret mal keine verwendet, tritt der Bass an diese Stelle und er läst Ohrwurmline für Ohrwurmline abfahren. Bei diesen Bassläufen fall I in love. Trotz “Everything is different” als erster Single muss man aber auch sagen, dass hier mehr oder weniger alles beim alten geblieben ist. Zum Glück. Ein Euphorie Highlight jagt das andere. Hit um Hit stellen sich da die Nackenhaare auf. Vor Begeisterung versteht sich. Den Kritikern ergeben sich natürlich gerade an den kitschigen Stellen genug Gelegenheiten, draufzuhauen. So ist für jeden was dabei…

Fazit: Leads, Trance, Liquid Funk und Euphorie vom Gro?meister des Fachs. I still love you so much. Für Fans ein absolutes Muss. Für alle anderen eigentlich auch. Bitte sehr laut hören, weinen und schreien!

Und endlich ein Titel der erklärt, warum wir definitiv nie nie niemals nie “tough guys” sein können. Denn die tanzen ja nie. Ganz im Gegensatz zu uns.

Anspieltipp:

  • 01. If we ever
    Oldschool-Breaks, High Contrast Piano, Prodigy-Riffs und Rave-Vocals ergeben in der richtigen Buchstabenkombination H*A*P*P*Y H*A*R*D*C*O*R*E. Wenn ein Album schon so anfängt, ist es fast egal, was dannach kommt.
  • 04. Kiss Kiss Bang Bang
    Würde Quentin Tarantino mehr Speed nehmen, wäre das der Titel Song seines nächsten Films.
  • 11. Chances
    Autsch, daran werden sich die Geister scheiden. High Contrast nimmt auch gerne mal zu viel “Cheese”. Mir kann es hier gar nicht genug sein. Wer immer noch keinen HC Track kennt, soll den anhören, dann ist die Formel klar.

J
Connaisseur_J sagt:

Klarstellung 1
Ja, ich brauche ewig um D’n’B Alben zu besprechen, jedoch nicht weil ich Sie nicht bewerten will, sondern vielmehr, weil ich erstmal meine Ambivalenz überwinden mu?. Denn in letzter Zeit nervt mich das Geschepper ab und an ziemlich. Aber eben nicht weil ich es nicht mehr mag sondern weil mir der situative Zugang fehlt. Also warte ich bis es mich packt und ich richtig Lust auf springende Broken Beats habe und höre es mir nochmal an. Damit bleibt meine Bewertung noch immer subjektiv entsteht aber eben nicht aus einer Laune heraus, sondern berücksichtigt mehrere Gemütszustände.

Klarstellung 2
Das Statement meiner Freundin war zu EZ Rollers – Conductor und bezog sich darauf, dass es auch schon viel D’n’B zu hören gab, der weniger Melodie hat. Das richtet sich nicht nur gegen das, was Du so anschleppst, Kollege, sondern auch gegen meine Sammlung von alten V Recordings Scheiben. Denn die krachen zwar tüchtig und gehen in die Beine… aber Melodie?

High Contrast
Der Mann ist und bleibt der Wahnsinn. Im Hintergrund läuft gerade sein aktueller Essential Mix von Oktober 2007, der mit einem Coldplay Remix durchstartet. Das schönste ist aber der Anfang: High Contrast hat 2003 zum Beginn seiner Karriere schonmal bei BBC Radio1 einen Mix hingelegt, der laut Pete Tong der meistdiskutierte und gehörte D’n’B Mix der BBC ever war. Und das zu recht, denn der 2003er Mix, ist und bleibt der D’n’B ?bermix, bei dem sogar ich 112 Minuten weinen mu?.
Warum rede ich jetzt nur von den Mixes? Weil Herr Barrett in diesen Mixes auch jede Menge seines eigenen Materials verwendet und man dabei sehen kann wie seine Musik funktioniert. Und weil dabei auch superkitschiges noch in einen kickenden Gesamtzusammenhang gestellt wird.
Wichtig für mich, denn mir biegt’s beim Anfang von Chances eben doch erstmal die Zehennägel nach oben. Aber es gibt fast keinen Kitsch und furchterregenden Schnulzen-Lyrics-Gesang den High Contrast nicht mit einem seiner rollenden und springenden Beats retten könnten. Ob das so sein mu? sei dahingestellt. Als einzelne Tracks auf dem Album sind mir solche Titel definitiv zu viel.
Aber wenn man dann hört wie er sein Album runtermixt und mit solchen Vocalstücken eben genau Akzente setzt haut es eben doch wieder hin.
Trotzdem fehlen mir die Bläsersätze und der Stil von Twighlights last gleaming.




14 thoughts on “High Contrast – Tough Guys Don’t Dance

  1. hä? also alles was recht ist werter Herr, aber deinen Inselaffen hier mit RMB und dann sogar zu Zeiten der Petit Prince zu vergleichen: FRECHHEIT.

    Grmpf. So, ich hab die Hörproben über mich ergehen lassen.
    Viele Beats hört man da ja nicht. Aber die die ich gehört haben sind jetzt auch nicht der Sonnenaufgang, die Erleuchtung oder die Anwort auf alle Fragen. Nettes Geklöppel, aber da geht noch mehr!

    Der Sound ansich, muss die CD mal ganz hören, ist aber scheinbar recht ordentlich gemacht das Ganze. Vielleicht ein wenig zu viel SingSang?

    Aber der RMB-Vergleich schreit nach Vergeltung, nach Bestrafung 😉 Alle anderen Statements kann ich aber aktzptieren.

    RMB = HC, lächerlich! ;))

    • Ach wie ach was. Ist das intellektuell zu hochtrabend? 🙂

      Es ist hier doch die metaphysische Ebene der Bassläufe gemeint, die mich zu diesem kühnen Vergleich bewog.

      Es soll hier nicht digital, sondern analog verglichen werden.

      Jetzt klarer!

  2. metaphysisch?
    metapysisch = metaphysik = Disziplin der Philosophie, in der man über die Voraussetzungen des Lebens u. über die Grundlagen der Welt nachdenkt.

    ?hm, dies ist also die Verbindung zwischen High Contrast und RMB?
    Bewertet “Raus aus der Prostitution” dann in Zukunft auch Volkshochschulkurse im Bereich “Anleitung für Sinnsuchende” oder “der befreiende Tanz”?

    Oder muss ich einen Einkaufsführer zum Thema: der perfekten ?lbaum für fortgeschrittene Freizeitphilosophen erwarten?

    Vorrausgesetzt, ich wäre daran interessiert, eine Verbindung auf höchster Ebene zwischen High Contrast und RMB aufbauen zu wollen, so würde ich dann doch eher im Bereich der Quantenphysik auf die Suche gehen. Sicherlich könnte man unter Umständen auf Basis des Verhaltens der Materie im subatomaren Bereich bezüglich der Beeinflussung von Basswellen auf Grund der vorliegenden Erkenntnisse zur Elementarteilchenphysik eine Verbindung zwischen beiden Protagonisten herstellen.
    Wobei ich an einer wissenschaftlich fundierten Aussagekraft dieses Vergleiches zweifeln mag.

    Sehr geehrter Herr Connaisseur_M, ich habe die leise Befürchtung, dass im Falle von High Contrast ein Teil Ihrer frei verfügbaren Synapsen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Eventuell liegt hier eine näher zu erörternde Form von Hypevirus vor.
    Ich erkläre mich gerne dazu bereit, Ihnen durch die Zufuhr geeigneter Mittel, wie z. B. Skindred, oder auch Karma to Burn eine Hilfestellung bei der Bekämpfung des sie befallenen Viruses zu leisten.

    Freundliche Grü?e,

    Prof. Dr. von und zu, the IMP
    (Fachgebiet unheilbare H-Contrastitis)

  3. Metaphysik (griechisch ta meta physika: dasjenige nach der Physik). Die philosophische Disziplin befasst sich mit den über alle einzelnen Naturerscheinungen hinausgehende Frage des Seins. Also die Frage nach den ersten Gründen und dem letzten Zwecken alles Geschehenen und ist somit nicht nur irgendeine, sondern die höchste Disziplin der Philosophie.

    Aber das nur am Rande, denn wenn hier schon ein philosophischer Diskurs gestartet wird, dann kann ich mich natürlich nicht zurückhalten.

    “Die Perspektive der Endlichkeit und das Postulat der Freiheit das ist nicht viel, aber doch Metaphysik”

  4. Sehr geehrter Herr Connaisseur_J
    sicherlich haben sie Recht mit der Ausführung zur Erläuterung der Deutung des Metaphysischen.
    Wobei die Grundlagen der Welt schon bei Aristoteles zu finden sind und diese auch gleichbedeutend mit der Frage des Seins gesehen werden sollten.
    Somit haben Sie lediglich eine weitere Wortdeutung vorgenommen, die schluss endlich meine Ausführungen unterstützt.

    Ergo sehe ich in Ihnen einen Geistesverbundenen Freizeitphilosophen. Dies beinhaltet selbstverständlich eine weitere Befassung mit der Thematik der Vergleichbarkeit von High Contrast und RMB auf Basis der Metaphysischen Ebene. Um dieser Grundlagenforschung weitere Nahrung zu geben, schlage ich vor das auch Sie sich einer Zufuhr der oben genannten Medizin zur Behandlung der H-Contrastitis von Herrn Connaisseur_M aussetzen, um sich selbst von der von mir entdeckten Therapie überzeugen zu können.
    Eventuell können Sie anschliessend weitere Schritte für die Heilung von Connaiseur_M einleiten.

    Wie so oft ist durch seine Aussage: “Aber ich WILL DOCH GAR NICHT GEHEILT WERDEN !” die Vermutung nahe liegend das sich hier ein sehr ausgeprägtes Krankheitsbild und Suchtverhalten zeigt.

    Freundliche Grü?e,

    the IMP

  5. Hochgeschätzter Prof. Dr. the IMP,

    Meine absolute Zustimmung im Bereich Typisches Suchtverhalten: “Ich will doch gar nicht aufhören, wenn ich wollte könnte ich natürlich sofort” ist Ihnen sicher.

    Jedoch möchte ich noch anmerken, dass meine Ausführungen zur Metaphysik darauf abzielten, dass es um die Essenz jeneits der Naturerscheinungen geht, wobei Essenz hier um Sinne des nicht-stofflichen oder konkret bestimmbaren Inhalts gemeint ist.
    Und ich denke, es ist nicht ganz abwegig, das Phänomen “RMB” mit dem des “High Contrast” in Zusammenhang zustellen.
    In beiden Fällen handelt es sich um bedingungslose, Rave-kompatible Unterhaltungsmusik, die nicht unbedingt durch diffizile Arrangements sondern durch einen bombastischen Drang “nach vorne” auffällt. Also weisen diese beiden doch in ihrem Ziel eine gewisse Kompatibilität auf.
    Ob sich dabei nun die Mittel vergleichen lassen sei dahingestellt aber zumindest die Richtung ist meineserachtens vergleichbar. Ich fühle mich da momentan an die Metereologen erinnert und die Abweichungen zwischen gefühlter und tatsächlicher Temperatur.
    Und es mag sein, dass die “tatsächliche” Vergleichbarkeit von RMB und High Contrast auf musiktheorethischer Ebene für den Kenner nicht gegeben ist, die “gefühlte” ?hnlichkeit für Freunde beider Genres kann ich jedoch gut erkennen und somit diesen Vergleich auch nachvollziehen.

    In diesem Sinne werde ich Herrn M. in ein von Ihnen gewähltes musikalisches Umerziehungslager (für 45 Minuten auf einen Kaffee) gerne begleiten.
    Und natürlich wird ein “Reisebericht” auf dieser Seite veröffentlicht.

    Hochachtungsvoll,

    J.

  6. Oh Mann!Wasn hier los,Alters?Nix versteh, fand Page imer gud und jezt wird kommisch hier,kauft euch mal ne Pakung deutsh…Am Samstag 15. Detzembärs is korekt Vollrausch-Parti in das Kolibri, fielleicht wärdet ihr da wider normahl mit Obschtlehr un so!

  7. Sehr geehrter Herr aUtOdiDakT,

    wie ich mit entsetzen feststellen musste haben sich sowohl Ihre Umgangsformen, wie auch Ihr Schriftdeutsch entscheidend verschlechtert.
    Ich hoffe dies ist nur eine temporäre Erscheinung und verschwindet mit einer gelungenen Traktor-Party am 15.12.07 wieder.
    Sollte sich Ihre Bewusstseinsveränderung jedoch längerfristig bemerkbar machen, so sehe ich einen Besuch in meiner Prxis als unumgänglich. Eventuell können Sie sich auch vertrauensvoll an den Herrn Connaisseur_J wenden um sich helfen zu lassen.

    Was die vorangegangene Konversation betrifft, so empfehle ich Ihnen das Studium der Werke des griechischen Philosophen Aristoteles. Ich hoffe diese Lichtgestalt der Philosophie kann Ihnen erkennende Einblicke gewähren.

    In diesem Sinne:

    15.12. PFLICHTTERMIN IM COLIBRI!
    Lasst nochmal den Traktor so richtig derbe ins Tal rollen. Rock on!

    the_IMP

    • ey dr. (p)imp, masch dich hier dick oder was????? lass mein kumpel den autodidagt in ruh. der rulezt voll.

      Von mir empfohlene Musiktherapie:
      Waltari Death Metal Symphony
      Yeah! Yeah! Die! Die! Death symphony in Deep C

      PS: Gut das ich hier reingeguckt hab, dachte ständig die Colibri-Party sei am 14.

      • Genau der Homie gibt dir korräkt!!!Kann ja au nix führ, das da wo ich härkomm kainer rischtikes Deutsch sprichd…aber Gätto rules Alta

        • Und ich weis, ihr glaubt mir das nicht, aber nach dem TOTAL GENIALEN LETZTEN TRAKTOR ABEND IM COLIBRI lief auf der Heimfahrt auf Sunshine Live tatsächlich RMB! (Als Classic).

          *Das ist ein Zeichen!*

  8. na wenn da Classics kamen kann ich mir das schon vorstellen.
    Hat der Moderator aber irgendwas in Sachen High Contrast, Verbindung zu RMB etc. gesagt?
    Nein? Na also 😉

    Wünsche allen ein frohes Fest

  9. Das frohe Fest gebe ich zurück & was von RMB lief denn?
    Au?erdem bitte ich die Leserschaft um Verständniss, dass hier bis 27.12. nix neues kommen wird.

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