Parov Stelar – Shine

Wir sagen: Schwer zu greifen

J
Connaisseur_J sagt:

Kaum eine CD lief bei mir die letzten Wochen mehr. Im Hintergrund. Im Getümmel. Als Einheizer. Immer wieder Parov Stellar. Aber schreiben konnte ich doch nichts dazu. Denn die CD ist echt schwer anzugreifen und das weniger weil sie so aalglatt und glitschig ist sondern eher weil sie sich den Kategorisierungsversuchen immer wieder entwindet. Genial hinterhältig aber doch nicht uneingeschränkt überzeugend. Mal zu eintönig und dann doch wieder überraschend. Schwer. Und doch eine musikalischer Schatz.

Denn wirklich überzeugend finde ich sie erst ab Titel Nummer 5 aber auch das könnte ja Sinn der Sache sein. Vielleicht ist das nämlich ein Gesamtkunstwerk. Der erste Track Come closer könnte für mich auch die neue Single von Madonna sein, die Tracks 2 und 3 setzen auch auf Frauengesang, entwickeln sich aber zunehmend von der Ersetzbarkeit des ersten Titels weg. Also so eine Art Werksschau: Zeigen was mit ähnlichen Mitteln für unterschiedliche Ergebnisse entstehen können.

Das ist wahrscheinlich absolute ?ber-Interpretation, aber das Parov zeigen will was er alles kann steht denke ich au?er Frage. Nämlich so ziemlich alles vom perfekten Popsong bishin zur düsteren Sample-Instrumental-Nummer, vom Charleston reworked bis hin zum Big Beat.
Und da mu? dann auch nicht alles zum Lieblingslied werden. Faszinierend ist es auch so.

Anspieltipp:
  • 5. Your fire
    Schlichtweg eine wunderschöne Indie-Pop Nummer
  • 12. Crushed Island
    Parooooooovvvvvvvvv! Alle die noch nie was von Herrn Füreder gehört haben, das ist sein Sound. Jazz, Beats, Samples. Cool.
  • 15. Homesick

M
Connaisseur_M sagt:

Es ging mir sowas von ähnlich. Aber sowas von ähnlich aber auch. War zunächst überrascht, wie “Disco” die Tracks sind u nd gar nicht so Downbeat. Aber im direkten Vergleich mit den Vorgänger-Alben unfair, denn da waren die BPMs ähnlich hoch.

Also rauf auf den Prüfstand mit dem Album und in den Dauerlauf! Ist darüber hinaus auch eine gute Ausrede, wenn man Alben zu lange liegen lässt. Hier stimmt’s aber. Das Album ist mit allen Schwierigkeiten des Hindernisparcours ohne Probleme klargekommen: Wohnung, Stra?e, Frühstück, Autobahn, Stau, Gelände, Hintergrund, Regen, Abend, Wüste. Alles mit bravour gemeistert.

Als alternative Sichtweise des Albums kann man auch sagen, dass es sich gerade dazu eignet, einzelne Stücke zu entwenden und au?erhalb des Album-Kontextes einzusetzen. Grade dann gehen sie sehr gut. Wer hier Fahrstuhl-Downbeat erwartet (wertfrei!), der sei gewarnt. Das Album ist zu unterschiedlich. Aber auch zu verdammt gut gemacht.

Unseren Status als unerschütterliche Fans hat dieses Album noch mehr gefestigt. Empfehlung!


In die CD reinhören:

 

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