Village – Takeover

Falling in love!

M
Village ist Rumäne und eigentlich der Grafiker des rumänischen Origamisound Label / Veranstaltungskollektivs. Damit sichtbares hörbar wird, macht er Musik. Diese EP ist von Ende 2012 und ich habe also ein Jahr versäumt.

Lasst mich so frech sein und (schon wieder) aus dem Pressetext zitieren, denn er passt einfach so gut:

They say catchiness is recipe-based and dance music industry producers make a living trying to find and apply the perfect balance and chemistry between particular elements. However once in a blue moon some guy comes out of nowhere and touches on a bunch of soft spots with a witty seamlessness – what one might call a prodigy.

Das kann man nicht besser sagen. Soul / RnB / Pop / 2Step / UK Garage / dbridge vermischen sich zu einer art Mega-Future Garage. Aber sehr sehr weit in der Zukunft. Wer auf Kastle, SBTRKT, Philestine, Foamo, Sampha, Oneman etc. steht der findet hier Asyl. Unterschlupf. Zuflucht. Musikalische Erlösung. Trost. Hoffnung. Liebe. Scheissgeniale Beats. Die schiere Unfassbarkeit.

Das ist mit Abstand mein peinlichster Artikel. Meine Euphorie einfach zu albern, aber es ist wie beim Kastle Artikel: Diese Art von Musik löst bei mir einfach so unglaublich starke Emotionen aus. Als ich letztes Jahr das erste Mal SBTRKT auf einem Festival erlebt habe, war das ein quasireligiöses Erweckungserlebnis. Und VILLAGE ist schlicht so funky, so emotional, so sexy. Ich kann nicht mehr. Kauft das einfach nur ganz, ganz schnell. Bitte.

In Ehrfurcht verneigen wir unwürdigen uns vor diesen Tunes:
  • 01. Dive
    Too future for the most. SBTRKT Farfisas und Weltschwerzvocals verbinden sich zu, hm, Cosmic Garage? Wenn dann bei 2:17 das Wöbwöbwöbwöb einsetzt, steht man mit erhobenen Armen und duscht in diesem Emotionsbad. Sehr sehr beachtlich das Arrangement: Wie die Parts und Drops fließen, sich laut mit leise abwechselt und man nie glaubt, dass er den Drop noch steigern kann. SO GEHT SCHÖN SEIN!
  • 02. Lift you up
    Eine Art Depriversion von Kastle’s You
  • 03. Wanna tell you
    Weis nicht, wie ich es ausdrücken kann. Wie alles perfekt ist. Wie die Beats unfassbar sind. Wie das alles fließt. Ihr haltet mich alle für Irre, aber das ist so M-Musik pur.
  • 04. Nothing between us
    Wie kriegt der diese Ohrwürmer hin? Diese Deepness? Wie schafft er es, das alle Elemente nicht für sich wahrgenommen werden, sondern ineinander verschwimmen und sich perfekt ergänzen. Wenn ab 1:50 der Vocalsample kommt, schreie ich im Auto üblicherweise vor Freude. Glaubt mir eh keiner.
  • 06. Takeover
    Das ist er. Mein Track des Jahres. Future Garage a la SBTRKT aber mit weniger Marimbageklingel und mehr Punch. DAS IST ES. Mein hörbarer Heaven ist genau hier.Exkurs: Sehr häufig verlieren Musikstücke ungewollt ihren Reiz, wenn man die einzelnen Elemente isoliert bewusst hört und sich vergegenwärtigt. Den Basslauf nachspielt. Die Decay der OpenHihat auf Papier nachzeichnet. Die Samples recherchiert. Hier aber gar nicht: Die Beats sind isoliert nichts neues und klassiches 808 electropatterns. Warum die Beats im Track aber nicht bewusst hörbar sind, sondern gleich ins Unterbewußtsein gehen, bleibt immer ein Rätsel, dass ich mir nur mit einer außerirdischen Genialität von Village erklären kann.

Sehen! Hören! Staunen! Kaufen!

Auf Soundcloud weiterstaunen (HALLO checkt seine Remixe, WAS IST DA LOS?)

Village bei Facebook

Label Interview Origami Sound. Die sind sooooo future.

In das Album reinhören:

Village – Take on me (Ja klar, er macht auch Drum’n Bass / NuBreaks oder wie? VERDAMMT AUCH HIER HABE ICH GEWEINT VOR GLÜCK):

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