Volor Flex – Unlit

Burial 2.0 zum 3.

M
Es war – natürlich – Connaisseur_T, der mit klaren Worten beschrieb, was mich seit Monaten begleitet: “Du brauchst nicht mehr auf neue Burial Tracks zu warten, Volor Flex macht exakt den gleichen Sound“. Hä? Eine Burial-Cover Band?

Der russische Produzent Alexander Frolov ist jedenfalls so ehrlich und nennt seinen Sound ein “Tribute” und das Label bescheinigt Ihm, mit seinen Tracks einen Platz in der “church of burialism” errungen zu haben. Der Sound klingt dem Burials zum verwechseln ähnlich. In einigen Foren wird ihm sogar bei diesem oder jenem Stück direktes Sampling vorgeworfen.

Das Ergebnis ist fantastisch! Der Sound hat alles, was wir an Burial lieben: Das düstere, das rauschen, die verhallten verwischten Pads, das knistern und vor allem, ja vor allem die hoppeligen Stolper-2-step-beats. Immer wieder erwische ich mich beim hören nur noch “diese Snares, diese Snares!” zu rufen. Wie beim großen Vorbild klingen die mehr nach Soundeffekten aus Ballerspielen als nach Snares.


Gegenüber dem Original finde ich die Beats in Summe sogar mitreißender, weil ausformulierter und abwechslungsreicher. Volor Flex hat darüber hinaus ein wahnsinniges Arbeitspensum. Und das ist meine Rettung, denn ich entdeckte ihn erst Ende 2012. Da hatte er seit Ende 2011 schon zwei Alben released. Monatelang versuchte ich mir allerlei Ausreden auszudenken, wie ich die Rezension eines solchen alten Albums rechtfertigen könnte. Und wer es nachrechnet wird feststellen, dass wir auch genau in dieser Zeit nichts veröffentlicht haben. Endlich mal konsequent. Äh.

Dabei musste ich mir dann doch keine Ausrede ausdenken, weil am 15.02.2013 sein drittes Album “Unlit” raus kam. Die Plattenfirma spricht – wie schon beim Vorgänger – davon, dass sich Volor Flex nun immer weiter vom Original emanzipiert und eigenen Sound hinzufügt. Jaja alles klar. Zum Glueck nur in sehr engen Grenzen.

Wer also auf Burial steht, der kann das alles blind kaufen, weil es de facto das gleiche ist.

I LOVE IT SOOOOO MUCH!

Unsere Anspieltipps:
(hm, OK die Tracks sind alle seeehr ähnlich aber dennoch)
  • 02. Unlit
    Der titelgebende Track ist wieder so. Wieder so. Hach. Regen, Rauschen, Flächen und dann das Geklöppel. Dann ein Piano und fertig.
  • 08. Better Believe
    Wie Unlit aber mit mehr verwischten Chorsamples. Lässt der sich eigentlich von Native Instrument’s Absynth sponsern?
  • 12. My Universe
    Nenne ich, weil es mich komischerweise an Tracks aus Scuba’s Triangulation erinnert. Weis aber nicht warum.

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