DJ Shadow & Cut Chemist: The Hard Sell

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Die Gelegenheit DJ Shadow endlich einmal live zu sehen und nicht nur seine DVD von Shows ansehen zu mü?en, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Zumal er trotz seines etwas missglückten Outsider Ausfluges einfach einer der ganz gro?en an den Plattentellern ist.
Also begab es sich, dass ich am Sonntag den 16. März im ?bel und Gefährlich in Hamburg seiner The Hard Sell Show mit Cut Chemist beiwohnen durfte. Worum es bei the Hard Sell geht ist etwas mü?ig zu beschreiben, wenn es doch den Teaser im Netz gibt indem alles erklärt wird. Doch seht selbst:


Um es kurz zu fassen: Es handelt sich also um einen 90 minütigen Mashup von ausschlie?lich original gepressten 7-inch Singles mit 8 Plattenspielern und 2 Gitarreneffektgeräten. Und wie auch schon zuvor zeigen die Jungs auf eindrucksvollste Art und Weise, dass DJing / Mixing schwei?treibende Handarbeit ist, die dem Spielen von Instrumenten in nichts nachsteht. Das ist die Verwirklichung meines Traumes von Musik für den fortgeschrittenen Zuhörer, denn mal ganz unter uns: Nicht alles hat gerockt und manchmal dachte ich während der Show, dass ein oder andere hat Längen aber wenn man sich dann auf die Arbeit, die dahintersteht einlä?t, ist das kein Problem. Aber der handwerkliche und künstlerische Aspekt spielt da schon eine Rolle.
Umso grö?er ist während der Show die Freude, beim Erkennen einzelner Tracks oder vielmehr der Fetzen, die davon übrigblieben. Das schafft nicht nur ein Gefühl der Zugehörigkeit sondern auch eine Art gegenseitiges Verständnis. Ein musikalisches “I know that you know that I know”. Die Handclaps von We will rock you waren geschenkt und auch die geballte Ladung De La Soul Klassiker wu?ten zu erfreuen. DJ Shadow kündigte einen Abend für Musikliebhaber an und das war es auch. Ein Ritt durch Stilrichtungen, Geschwindigkeiten, Mixstyles und das Zubereiten unglaublicher Versionen von Eye of the tiger, Rock around the clock und anderen. Wunderbar, berührend und mit einem exzellenten Finale an den portablen Turntables.
Und obendrein gab es im Vorprogramm Kid Koala dessen betrunkene Trompeten (unter anderem auf seiner CD Your Mom’s favourite DJ zu hören) auch live eine gute Figur machen. Also alles in allem ein äu?erst gelungener Abend. Und es stellt sich nur eine Frage: Warum habe ich die DVD nicht dort gekauft? Naja, dann kauf ich sie eben bei DJ Shadow im Shop.

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